NEON Protest – das erste Jahr

Ein Jahr NEON Protest liegt hinter uns! Was als einfache Idee im April 2025 in Berlin begonnen hat, ist in kurzer Zeit zu einer internationalen Form des Aktivismus geworden, die viele Leute mitgerissen und viel für die anderen Tiere bewegt hat. In mittlerweile sieben Ländern und über zwanzig Städten stehen Menschen in Schwarz auf der Straße und machen sichtbar und hörbar, was sonst konsequent verdrängt wird: die Ausbeutung aller anderen Tiere.

NEON steht für No Exploitation Of Nonhumans und beschreibt einen klaren ethischen Standpunkt. Andere Tiere werden in unserer Gesellschaft systematisch für menschliche Zwecke ausgebeutet, obwohl das nicht notwendig ist. Der größte Teil dieser Ausbeutung wird durch den Permazid abgebildet, dem unendlichen Genozid, der durch Menschen verursacht wird. Der NEON Protest setzt genau dort an: Er zeigt nicht abstrakt, sondern konkret, wer betroffen ist. Jedes Schild steht für eine Spezies und für eine Form der Ausbeutung, die im Alltag meist unsichtbar bleibt oder ignoriert wird.

Was NEON von vielen anderen Protestformen unterscheidet, ist die Verbindung aus visueller und auditiver Konfrontation und Gesprächen auf Augenhöhe. Die visuelle Klarheit zieht Aufmerksamkeit auf sich, aber entscheidend ist das, was danach passiert. Menschen bleiben stehen, werden durch gezielte Fragen in ein respektvolles Gespräch eingebunden und geraten in einen Austausch, der oft direkter ist als erwartet. Wir stellen uns an die Seite der Menschen und blicken gemeinsam auf das Problem der Tierausbeutung und fragen uns gemeinsam, ob das wirklich den Werten unseres Gegenübers entspricht, ob unsere Welt so sein sollte. Und in diesem Moment verschiebt sich oft etwas. Es geht nicht mehr um Distanz zwischen Nicht-Veganern und Veganern, sondern um Ehrlichkeit und eigene Verantwortung anderen fühlenden und denkenden Wesen gegenüber.

Im Laufe dieses ersten Jahres hat sich rückblickend auch viel entwickelt. Die Art, wie Gespräche geführt werden, ist präziser und einfühlsamer geworden, Aktivisten haben gelernt, schneller auf den Punkt zu kommen und gleichzeitig offen zu bleiben für echte Dialoge. Auch die Struktur der Proteste hat sich verändert. Neue Musikkonzepte tragen die Atmosphäre, schaffen Fokus und halten den Raum zusammen. Dazu kamen einige neue Schilder und auch Menschen, die NEON in ihre eigenen Städte getragen haben.

Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit und einer fortlaufenden Auseinandersetzung mit der Frage, wie Menschen erreicht werden können, ohne das Thema abzuschwächen und wie wir uns selbst so weiterentwickeln, dass wir tatsächlich wirksam für die anderen Tiere handeln. NEON bleibt in seiner Haltung konsequent und versucht gleichzeitig, zugänglich und kritikfähig zu sein. Diese Balance ist anspruchsvoll, aber genau darin liegt die Stärke dieses Formats!

Dass NEON inzwischen international stattfindet, zeigt, dass die zugrunde liegende Idee übertragbar ist. Die Situationen vor Ort unterscheiden sich, aber die Reaktionen ähneln sich oft. Irritation, Nachdenken, manchmal Widerstand, manchmal sofortige Zustimmung. In vielen Fällen entsteht ein Moment, in dem das bisher Selbstverständliche ins Wanken gerät und Leute sogar auf der Stelle vegan werden. Und ab und an stellen sich Menschen sogar direkt zu uns und protestieren mit uns gemeinsam für das Ende der Tierausbeutung!

Danke an alle Beteiligten, an all die wunderbaren NEON-Organizer, an alle, die im Hintergrund arbeiten, an alle, die stundenlang mit Schildern auf der Straße stehen und Gespräche mit Nicht-Veganern führen. Danke für alles, was ihr leistet! Zusammen sind wir RICHTIG! LAUT! VEGAN! <3

Am 12.09.2026 findet außerdem der 1. NEON Marsch in Berlin statt. Wir erwarten euch alle zahlreich!

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